Verfasst von: suedwestfunk | 24. September 2009

Pleite als Hoffnung


 

ein afrikanischer Kindersoldat mit Waffe

Kinderleicht: Kalaschnikow

Im September 2009 erschien eine Meldung in der FAZ, nach der „ISHMASCH“ – eine berühmte russische Waffenschmiede – demnächst wegen der Auswirkungen der Finanzkrise 2008 pleite sei. „Ishmasch“ wurde berühmt, weil sie Michail Kalaschnikows Sturmgewehr AK 47 massenhaft herstellte und weltweit vertrieb. Dass heute schätzungsweise fast 100 Millionen dieser Mordinstrumente unterwegs sind, ist freilich auch den zahllosen Lizenz- und Nachbauten zuzuschreiben, die von China bis zur DDR gefertigt wurden. Mehr Tote als alle Atombomben haben die „Kalaschnikows“ gefordert. Der Erfinder wurde im November 2009 90 Jahre alt; ein Feature in SWR 2 „Wissen“ befasst sich mit der Waffe, ihrer deutschen Vorgeschichte und den Bemühungen, den weltweiten Handel mit solchen Mordinstrumenten zu begrenzen.

Diese Bemühungen haben bislang wenig gefruchtet, Ishmasch produziert weiter, der Waffenhandel – ob legal oder illegal – florriert buchstäblich grenzenlos. Was wäre zu tun? Immerhin gibt es eine internationale Kampagne, die sich um die Kontrolle des Handels bemüht: CONTROL ARMS. Sie zu unterstützen ist gewiss sinnvoll.

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