Verfasst von: publive | 15. Januar 2013

Erfüllung


BrunnenabendVon diesem Gedicht gibt es zwei Fassungen – vielleicht auch für andere Autoren interessant, sie zu vergleichen. Die erste stammt aus der Mitte der 80er Jahre, die zweite schrieb ich zwanzig Jahre danach.

 

 

 

Du schöne Einsamkeit

Du stille Stunde

Du ungelebter Sturm

Du unempfangene Wunde

Du fliederduftende Erinnerung

Du ungeteiltes Sehnen

Du Flug im Traum

Du unbedachtes Spiel

Kein Maß hat solches Glück

Kein Planen und kein Ziel.

Traum ist was bleibt

Nur Unerfülltes währt

Die Blüte stirbt

Der Wind bleibt in den Wäldern

Die Straßen stürzen in Vergangenheit

Das Morgen hüllt sich in den Trauerflor

Der Mann gewinnt nicht, was das Kind verlor.

***

Du schöne Einsamkeit

Du stille Stunde

Du weltvergessenes Sein am höchsten Ort

Du lichtumströmte Insel Ohnewunsch

Du Schlaf der Ängste, liebestrunkene Ruh.

Du letztes Ziel.

Du Schweigen in des Wirbels tiefster Mitte

Du Augenlicht der Welt

Bleib noch ein bisschen hier

Und lass die fernsten Galaxien

Als Spielgefährten meiner Träume tanzen

Im kühlen Reigen bis zur Mitternacht.

Du fandest mich – ich hab dich sehr gesucht.

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