Alters Freuden


2012-07-02 13.04.19cut

Bild und Gedicht entstanden im Sommer 2012 am Bodensee. Da das Wetter gerade passt, manches Mediengegacker auch, fand ich’s passend

Insektengleich such ich die letzten Strahlen
Das Haar erbleicht, die Brillengläser dick
Der Biss, verstärkt durch künstliche Gebilde
Darf mühsam kaum den Pfeifenstengel halten:
Ich glaube, ich gehör jetzt zu den Alten.

Den Apfelsaft verbessre ich mit Gin
Und freue mich, werd ich nicht drum gescholten
Die Welt, die wir total verändern wollten –
Ich nehme sie normalerweise hin.

Trotzdem wüsst ich so gern noch manches besser
Und freute mich am Wunder der Vernunft
Stattdessen freu ich mich, muss ich nicht unters Messer
Und meide gern die Apothekerzunft.

Ich freue mich an meiner Menschenferne
Am Lauf des Mondes und am Sternenlicht
Börsen und Fußball int’ressiern mich nicht
Doch hübsche junge Frauen seh ich gerne.
Dann freu ich mich, dass ich – der Balz enthoben –
mich ihnen in die Wäsche mogeln kann:
Ein Faun aus Spinnweb, ein vernetzter Mann
gedankenschnell in ihre Lust verwoben
Freu mich, dass meine Phantasie nicht altern kann.

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4 Gedanken zu „Alters Freuden

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